BOY ACOSHA
KÜNSTLERPORTRAIT
KÜNSTLERPORTRAIT JULIAN HOFFMANN
Geschrieben von Gabriele Oberreuter, Professorin für Kunstgeschichte an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft. November 2007.
Julian Hoffmann ist ein junger Künstler, der über seine Domänen - Schauspiel und Musik - hinaus Verbindlichkeiten sucht, Kunst und Leben zu einer fruchtbaren, glücklichen Verbindung zu bringen.

Ich erlebe ihn stets als gelassen-neugierig, ansprechbar, "involvierbar" für Vorhaben. Er lässt sich auf Unbekanntes mit Klugheit und Konzentration ein, entwickelt eigene individuelle Statements und Kommentare, auch komplexe Vorhaben, schafft eine dialogische Sprache.

In dieser Weise integriert er ständig Inspirationen, Ideen mit gelerntem Handwerkszeug, entspannt Notwendigkeiten - wie die Finanzierbarkeit des Alltags beispielsweise - durch einträgliche Projekte, die realistisch, konzeptionell strukturiert und von verschieden Personen getragen werden (Tourneen z.B.). Dabei bleibt stets Raum für Improvisationen und Stegreif-Dialoge. Man könnte seine Arbeiten Collagen nennen, die über den bildkünstlerischen Begriff hinausgehen und sich sämtlicher künstlerischer Sprachen bedienen.

Er ähnelt in seiner Unbeirrtheit und ruhigen Zuversicht einem spielenden Kind, das weder Grenzen noch Verzagtheit kennt und in der Realisation seiner Impulse der alltäglichen Nüchternheit, Abgespaltenheit, dem fremdgesteuerten Detaildenken konstruktiv und erfolgreich etwas entgegensetzt.

Gabriele Oberrreuter